Friedhofen Rechtsanwälte, Arbeitsrecht

Was kann ich gegen meine Kündigung unternehmen, wenn ich sie erhalten habe?

Jeder Arbeitnehmer hat die Möglichkeit, die Wirksamkeit seiner Kündigung mit Hilfe einer Kündigungsschutzklage gerichtlich überprüfen zu lassen. Zuständig für diese Klage ist das Arbeitsgericht.

Diese Klage muss innerhalb von drei Wochen ab Zugang der Kündigung beim Arbeitsgericht eingegangen sein, danach ist die Klage in der Regel unzulässig und hat unabhängig davon, ob die Kündigung zu Recht oder zu Unrecht ausgesprochen wurde, keine Aussicht auf Erfolg.

Da die Erhebung einer Kündigungsschutzklage und die Durchführung eines arbeitsgerichtlichen Verfahrens etliche Fehlerquellen birgt, wird die Hinzuziehung eines Fachmannes in Form eines Rechtsanwaltes dringend empfohlen. Nehmen Sie hier nicht den nächst besten Anwalt, sondern – wenn möglich – einen Fachanwalt für Arbeitsrecht oder zumindest einen Rechtsanwalt, der überwiegend auch dem Gebiet des Arbeitsrechts tätig ist. Sie gehen ja schließlich auch nicht zum Augenarzt, wenn Sie Rückenprobleme haben.

Die Frage, ob sich eine derartige Klage „lohnt“, lässt sich pauschal schlichtweg nicht beantworten. Die Erfolgaussichten einer Kündigungsschutzklage hängen von etlichen Faktoren ab, z.B. vom Inhalt des jeweiligen Arbeitsvertrages, von Ihren Sozialdaten, von etwaigen Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten etc. Diese Faktoren müssen sorgfältig geprüft werden, bevor eine verlässliche Aussage getroffen werden kann.

Die Kosten eines Anwaltes sind nicht unerheblich. Im Falle eines „normalen“ Verfahrens ist bereits in der ersten Instanz, also bei einer Klage vor dem Arbeitsgericht Köln, mit Anwaltskosten in Höhe von mindestens 2.000,00 EUR zu rechnen; hinzu kommen die Gerichtskosten. Da vor dem Arbeitsgericht jede Partei Ihre eigenen Anwaltskosten trägt, und zwar auch dann, wenn Sie den Prozess gewinnen, empfiehlt sich hier der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung, die diese Kosten trägt.

Besteht eine derartige Rechtsschutzversicherung, lässt sich eines aber sicher sagen: Wer aufgibt, hat schon verloren. Wer die Klage wagt, kann nur gewinnen oder erhält im „worst case“ jedenfalls das, was ihm nach dem Sozialplan zusteht.

 

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